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Selige Margarete Ebner


Gedenktag:


Biographie:


Stand:


Kanonisation:
20. Juni - gebotener Gedenktag


* ca. 1291, 20. Juni 1351


Jungfrau, Ordensfrau, Mystikerin


Seliggesprochen durch Papst Johannes Paul II. am 24. Februar 1979

Margarete Ebner, um 1291 in Donauwörth geboren, trat mit 15 Jahren in das Dominikanerinnenkloster Maria Medingen in der Diözese Augsburg ein und lebte dort über 40 Jahre. Sie ist eine Vertreterin der mystischen Bewegung des 14. Jahrhunderts, die in den Schwesternklöstern des Ordens in Deutschland einen Höhepunkt erreichte.

Margarete war eine Zeitgenossin Heinrich Seuses. Sie war mit Tauler bekannt und schloss sich der Bewegung der "Gottesfreunde" an. Zu ihnen zählte auch ihr geistlicher Führer, der Priester Heinrich von Nördlingen. Aus ihrem "Geistlichen Tagebuch", das 1344 beginnt, kennen wir den Weg ihrer 1311 erfolgten "Bekehrung" zu Gott. Die von ihren vielfachen Leiden gekennzeichnete Spiritualität hat ihren Mittelpunkt in Christus, über den sie bei der Feier des Kirchenjahres ihre geistlichen Betrachtungen anstellt. In ihrer nach dem Vaterunser benannten Gebetsweise verband sie mündliches Beten und die Betrachtung der Geheimnisse des Lebens Jesu miteinander.

Margarete starb am 20. Juni 1351. Ihr Grab befindet sich in der Kapelle des Klosters Maria Medingen. Papst Johannes Paul II. bestätigte am 24. Februar 1979 ihre Verehrung.







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