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Heiliger Vater Dominikus


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Patronat:
8. August - Hochfest

* ca. 1173, 6. August 1221

Priester, Ordensgründer

Heiliggesprochen durch Papst Gregor IX. am 3. Juli 1234

Dominikanerhabit mit Stern,
Hund mit Fackel im Maul

von Bologna, Madrid und Cordoba;
der Schneider; gegen Fieber und Hagel

Dominikus, um 1172 in Caleruega in Spanien geboren, kam mit sieben Jahren in die Obhut eines Onkel, der Priester war, zur geistlichen Erziehung und zur Vorbereitung auf seine Studien. Mit 14 Jahren begann er das Studium der "Freien Künste" und der Theologie in Palencia. 1196 empfing er die Priesterweihe. Diego, der Prior des Kapitels und spätere Bischof von Osma, nahm ihn in das Domkapitel auf. Hier führte Dominikus ein klösterliches Gemein-schaftsleben. 1201 wurde er Subprior des Kapitels.

Als Reisebegleiter seines Bischofs begegnete Dominikus in Südfrankreich der Irrlehre der Katharer und Waldenser. Zusammen mit seinem Bischof entschloss sich Dominikus im Jahre 1206, als Wanderprediger das Evangelium Jesu Christi zu verkünden. Er predigte in Demut, durch sein Wort und Beispiel. Um das apostolische Leben zu unterstützen, gründete er ein Kloster für kontemplative Schwestern in Prouilhe (1207).

Nach dem Tod Diegos Ende des Jahres 1207 blieb er in Südfrankreich. In den folgenden Jahren schlossen sich ihm einige Gefährten an, die sich wie er der apostolischen Wanderpredigt widmen wollten, um den Glauben zu verkünden und viele Menschen zur Kirche zurückzuführen.

1215 gründete Dominikus in Toulouse die Gemeinschaft der Predigerbrüder. Mit seiner Gründung wollte er eine Antwort geben auf die tief greifende religiöse Krise der Kirche zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Er griff die radikalen Ideen der Kritiker der Kirche mit ihren Forderungen nach Armut und Wanderpredigt auf und gab ihnen einen Platz in der Kirche. Das "apostolische Leben" sollte die Brüder freimachen für die Arbeit als Prediger und Lehrer. Verkündigung und Predigt, die aus der Verbindung von Kontemplation und Studium erwachsen, sollten das Ziel seines Ordens sein. Thomas von Aquin formulierte es später so: Contemplari et contemplata aliis tradere - In der Kontemplation leben und anderen die Früchte der Kontemplation weitergeben.

Dominikus liebte es, seine Lebensform mit den Worten zu umschreiben: Mit Gott oder von Gott sprechen - mit Gott in Gebet, Betrachtung, Studium und klösterlichem Leben, von Gott in Predigt, Lehre und Apostolat.

Am 22. Dezember 1216 nahm Papst Honorius III. die Gemeinschaft des Dominikus unter seinen Schutz und bestätigte ihre Lebensordnung nach der Regel des heiligen Augustinus. In einer Bulle aus dem Jahr 1217 erkannte der Papst den universalen Charakter des Ordens an, bestätigte Namen und Auftrag der Predigerbrüder und empfahl "die Brüder des Predigerordens" allen Bischöfen.

Am 15. August 1217 sandte Dominikus seine Brüder von Toulouse aus in die großen Städte der damaligen Zeit: nach Paris, Rom, Bologna und nach Spanien. Dank des rastlosen Einsatzes des Dominikus und seiner Brüder verbreitete sich sein Orden innerhalb von fünf Jahren in ganz Europa.

Auf den Generalkapiteln 1220 und 1221 in Bologna legte er mit seinen Brüdern die Grundlage der Verfassung des Ordens, die von seinem ersten Nachfolger, dem seligen Jordan von Sachsen, in eine feste Form gebracht wurde. Die kluge und ausgewogene Gesetzgebung des heiligen Dominikus hat sich im Laufe der Jahrhunderte bewährt und gilt in ihren Grundzügen bis heute.

Dominikus starb am 6. August 1221 im Konvent von Bologna. Papst Gregor IX. hat ihn am 3. Juli 1234 in Rieti heilig gesprochen.







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